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Was bedeutet Euro 6 Benziner?

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was bedeutet Euro 6 Benziner?
  2. Wie lange noch Euro 6 Benziner?
  3. Kann man jetzt noch einen Euro 6 Benziner kaufen?
  4. Wie lange darf ich noch mit Euro 6 fahren?
  5. Ist Euro 6 gut?
  6. Welche Plakette bei Euro 6 Benziner?
  7. Ist Euro 6 gut oder schlecht?
  8. Was kostet ein Euro 6 Benziner Steuer?
  9. Hat Benziner noch Zukunft?
  10. Wie lange kann ich meinen Benziner noch fahren?
  11. Haben Benziner Umweltplakette?
  12. Ist Schadstoffklasse 6 gut?
  13. Welche Autos sind Euro 6?
  14. Wird die Kfz-Steuer 2023 teurer?
  15. Was passiert mit Tankstellen ab 2035?

Was bedeutet Euro 6 Benziner?

Spätestens seit dem Dieselskandal sind Abgasnormen bei Autos in aller Munde. Die moderne Euro 6-Norm beinhaltet Grenzwerte für Kohlenwasserstoffe (HC), Stickoxide (NOx), Kohlenstoffmonoxid (CO), Nichtmethankohlenwasserstoffe (NMHC), Feinstaub und Partikel. Besonders die Stickoxide und Feinstaub gelten als klima- und gesundheitsschädlich, weswegen die Euro-Norm hier immer strenger nachjustiert wird. Aber Vorsicht, im Gegensatz zu allen vorangegangenen Abgasnorm-Epochen von Euro 1 (1992 bis 1996) bis Euro 5 (2009 bis 2015) hat es die einfache Schadstoffklasse "Euro 6" nie gegeben.

Stattdessen startete man am 1. September 2014 mit der Abgasnorm Euro 6b. Im Vergleich zur ausgelaufenen Euro-5-Norm waren bei neu zugelassenen Fahrzeugtypen also strengere Grenzwerte für Schadstoffe vorgeschrieben, die sich seitdem auch nicht verändert haben. Und das, obwohl in verschiedenen Stufen Namenszusätze wie Temp, EVAP (Evaporative Emission), ISC (In-Service-Conformity-Test), FCM (Fuel Consumption Monitoring), RDE (Real Driving Emissions) oder WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) dazukamen. Massiv wurden aber die Umstände verschärft, unter denen Autos die Schadstoffgrenzen einhalten müssen. Bereits seit dem 1. September 2017 gelten etwa schärfere Kriterien für die Abgasmessung. Statt im bisherigen NEFZ-Verfahren, werden die Emissionen im WLTP- und RDE-Zyklus getestet. Die neue Norm Euro 6c gilt dabei für den WLTP-Zyklus, die Norm Euro 6d für den RDE-Zyklus. Aktuell ist ein RDE-Test nur dann gültig, wenn mehr als zwei Dutzend Kriterien eingehalten werden. So darf ein streckenbezogenes, aus Geschwindigkeit und Beschleunigungen errechnetes Dynamikkriterium weder über- noch unterschritten werden. Auch die Höhenmeter und die Mindestlänge einzelner Streckenabschnitte, Außentemperaturen und mehr sind exakt definiert. Die Grenzwerte der Euro 6-Norm bleiben jedoch gleich. Das heißt: Im Prüfstands-Messverfahren WLTP dürfen Benziner den NOx-Grenzwert von 60 Milligramm pro Kilometer nicht überschreiten (Diesel 80 mg pro km). Für die Straßenmessung RDE darf der CO2-Ausstoß jedoch um einen definierten Faktor höher liegen. Der Unterschied zwischen Euro 6d und 6d-Temp liegt in dem Faktor, um den die Messung im RDE-Verfahren von den Prüfstands-Ergebnissen abweichen darf. Bis Ende 2019 galt die Euro-6d-Temp, solange durften die Pkw im Realbetrieb noch 110 Prozent (Faktor 2,1) mehr Stickoxide ausstoßen als im WLTP. Seit dem 1. Januar 2020 dürfen es nur noch rund 50 Prozent (Faktor 1,43) mehr Abgase (Euro 6d-ISC-FCM) sein.

Der Grund für die neue Messung der Abgasnorm ist der veraltete NEFZ-Zyklus, dessen Ergebnisse unter Laborbedingungen erhoben wurden und daher den Herstellern viel Spielraum für Optimierungen ließen. Die Erhebung der Abgaswerte im Realbetrieb soll die Einhaltung der Normen auch auf der Straße gewährleisten. Was aus dem Endrohr kommt, ist nämlich sehr von der Fahrweise abhängig. Die ersten Abgasnormen wurden übrigens schon in den 70er-Jahren eingeführt, damals noch von der Europäischen Gemeinschaft (EG), die später zur EU wurde. Die Begrenzungen galten vorerst nur für Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe. 1988 wurden außerdem Grenzwerte für Partikel aus Dieselmotoren eingeführt. Die erste Euro-Norm kam dagegen erst 1992. Sie erlaubte noch 970 Milligramm NOx-Ausstoß pro Kilometer. Hinzu kommt, dass sowohl bei der Abgasnorm Euro 1 als auch bei Euro 2 vor dem NEFZ-Zyklus 40-sekündige Warmlaufphasen vorgesehen waren. Erst seit dem Inkrafttreten der Euro-3-Norm im Jahr 2000 ist bei dem Prüfverfahren der Kaltstart vorgesehen.  Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Vorraussichtlich sollen neue Schadstoff-Grenzwerte in einer Abgasnorm Euro 7 für Autos und Vans 2025 in Kraft treten, wie es Mitte November 2020 aus der Brüsseler Behörde hieß. Wesentlichen Anteil an den Euro-7-Vorschlägen der Kommission hat eine Neudefinition der Testbedingungen. In den Vorschlägen, die ein Konsortium aus Wissenschaftler:innen und Ingenieurdienstleister:innen der Kommission im April 2021 vorlegte, heißt es wörtlich: "Jede Streckenlänge und -zusammensetzung (Stadt/Überland/Autobahn) sind erlaubt. Keine Restriktionen für dynamisches Fahren." Völlig freies Testen würde jedoch auch bedeuten: Ein voll beladendes Mittelklassefahrzeug mit Wohnanhänger müsste sogar bei minus zehn Grad auf einem Alpenpass die Grenzwerte einhalten – selbst wenn immer wieder gestoppt und dann mit maximaler Beschleunigung neu angefahren wird. Es liegt nahe, dass Umweltorganisationen genau solche Testfälle durchspielen, wenn es keinerlei definierte Testbedingungen mehr gäbe. Wo also ist die Grenze zu ziehen zwischen einer sportlichen Fahrweise und dem bewusst provozierten Versagen eines Abgasreinigungssystems? Der Vorschlag von Dirk Naber, der bei Bosch die Dieselentwicklung verantwortet: Man solle die mechanische Arbeit, die das Fahrzeug auf der Teststrecke verrichtet, als Maß für die Gültigkeit verwenden. Für einen aktuell gültigen, normal gefahrenen RDE-Test mit einem Zwei-Tonnen-Fahrzeug beträgt sie etwa  170 Wattstunden pro Kilometer. Bei aggressiver Fahrweise steigt der Arbeitswert auf 200 bis 300 Wattstunden pro Kilometer. Würde man etwa bei 340 Wattstunden die Grenze des Erlaubten ziehen – also dem Doppelten eines heutigen RDE-Tests –, seien alle relevanten Fahrzustände abgedeckt, nicht aber ein Extremszenario wie eine 16 Kilometer lange Bergauffahrt mit zehn Prozent Steigung und 61 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.

WLTP & RDE: Zyklus & EU-Regeln für ... Neue EU-Regeln für Autotypen in Kraft

Wie lange noch Euro 6 Benziner?

Die aktuelle Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM gilt seit dem 1. Januar 2020 für neu typgenehmigte Pkw-Modelle und ist für alle Erstzulassungen seit dem 1. Januar 2021 verpflichtend. Autos mit dieser Abgasnorm können noch bis zum 31. August 2024 neu zugelassen werden. Das Kürzel ISC steht für In-Service-Conformity-Tests. Das heißt: Der Fahrzeughersteller muss anhand von Stichproben nachweisen, dass auch bereits im Betrieb befindliche Pkw die gesetzlichen Vorgaben einhalten.

Der Zusatz FCM markiert eine weitere Vorschrift: Pkw mit Euro 6d müssen mit einem Fuel Consumption Monitoring System (FCM) ausgestattet sein, das den realen Kraftstoff-/Energieverbrauch über den gesamten Fahrbetrieb im Pkw speichert. Über die Diagnose-Schnittstelle können diese Werte ausgelesen und bewertet werden.

Mit dem Auslesen dieser Daten lässt sich die Abweichung zwischen dem Typzulassungswert und dem realen Verbrauch überprüfen. So kann die Lücke zwischen Prüfstandsmessung und Realemissionen noch weiter reduziert werden – und der Verbraucher erhält noch realistischere Verbrauchsangaben. Die neuen Vorschriften dienen also nicht zur Überwachung der Autofahrer, sondern überprüfen die Angaben der Fahrzeughersteller.

Was taugt ein Abgasgrenzwert, der nur unter Laborbedingungen eingehalten werden muss? Nicht viel, wenn die realen Emissionen auf der Straße um ein Vielfaches höher ausfallen als auf dem Prüfstand – und das war in der Vergangenheit üblich.

Doch mit der aktuellen Abgasnorm Euro 6d, die in verschiedenen Evolutionsstufen eingeführt wurde, hat sich das geändert: Die Abgasreinigungssysteme der Fahrzeuge werden bei zusätzlichen Straßenfahrten, sogenannten RDE-Tests ("Real Drive Emissions"-Tests), unter realen Umweltbedingungen geprüft. Dabei misst das Portable Emission Measuring System (PEMS) den Schadstoffausstoß, erfasst aber auch gleichzeitig die zugehörigen Parameter des Fahrzeugs und der Umgebungsbedingungen.

Kann man jetzt noch einen Euro 6 Benziner kaufen?

Freitags erscheint "Auto Bild". Wie sehr das Motor-Blatt in der Klemme ist, zeigt die Ausgabe vom 24. November 2017. Der Test auf Seite 36 ("So gut ist die neue Mini-SUV-Klasse") und viele andere Berichte im Heft sind eine Farce, wenn man die Aufmachergeschichte auf Seite 10 ernst nimmt. Danach kann man derzeit kaum guten Gewissens ein Auto mit Verbrennungsmotor kaufen. In der Klemme sind somit alle Käufer:innen, die jetzt ein neues Auto brauchen und die Prämie mitnehmen wollen. Unter dem Titel "Der Abwrack-Irrsinn" wird beschrieben, wie "dieselbe Industrie, die ihre Dieselkunden täuschte, ihre Schummelprodukte per Prämienanreiz unter das Volk" bringt.

"Wir ziehen fahrtüchtige, sparsame, oft sogar gut erhaltene Autos aus dem Verkehr – um Neuwagen zu kaufen, die nicht ganz sauber sind", schreibt "Auto Bild". Und Redakteur Matthias Moetsch legt in seinem Kommentar noch eins drauf: "Jetzt wird die Branche ihren Euro-6-Schrott los: Benziner ohne Partikelfilter und Diesel, die noch nicht Euro 6d erfüllen. Insofern ist die sogenannte Umweltprämie in Wahrheit eine Abverkaufsprämie für Technik, die heute schon von gestern ist." Das ist drastisch formuliert und deckt sich mit unseren Recherchen.

Wie lange darf ich noch mit Euro 6 fahren?

Seit 2018 gibt es Diesel Fahrverbote in Deutschland. Die Deutsche Umwelthilfe hatte geklagt, weil die Grenzwerte für Stickstoffdioxid in zahlreichen Städten überschritten werden. Im Zuge der Fahrverbote haben Dieselfahrzeuge erheblich an Wert verloren. Doch betroffene Autofahrer können sich wehren.

Diesel Fahrverbote betreffen bisher in allen Städten, in denen sie gelten Diesel mit der Abgasnorm Euro 5 und darunter. Die Fahrverbotszonen erstrecken sich dabei von wenigen Straßen bis hin zum gesamten Stadtgebiet. In 2023 gibt es Diesel Fahrverbote in Hamburg, Stuttgart und Darmstadt. München führte in 2023 ebenfalls Fahrverbote für ältere Diesel ein. 

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in 38 Städten geklagt, da dort die EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) seit Jahren überschritten werden. Bereits seit 2010 gilt ein Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft für NO2. Dabei handelt es sich um ein ätzendes Reizgas, das besonders für Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Allergien gesundheitsschädlich sein kann. Der Grenzwert von 40 Mikrogramm stammt von der EU, die sich dabei an Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO orientiert hat. Nun werden die Grenzwerte in deutschen Städten seit fast zehn Jahren überschritten – es musste also etwas getan werden, um die Gesundheit der Bürger zu schützen. Der Straßenverkehr und dabei insbesondere die Diesel Fahrzeuge, zählen zu den höchsten Emittenten von Stickoxiden.

Die DUH sieht deshalb in Dieselfahrverboten die beste Möglichkeit, möglichst schnell die erlaubten Werte zu erreichen. Die Betonung liegt dabei auch auf möglichst schnell, denn genau dies sieht das EU Recht vor. Da es mit den geplanten Maßnahmen vieler Städte mehrere Jahre dauern würde, um die Werte zu erreichen, fordert die DUH die Einführung von Diesel Fahrverboten.

Ist Euro 6 gut?

Die aktuelle Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM gilt seit dem 1. Januar 2020 für neu typgenehmigte Pkw-Modelle und ist für alle Erstzulassungen seit dem 1. Januar 2021 verpflichtend. Autos mit dieser Abgasnorm können noch bis zum 31. August 2024 neu zugelassen werden. Das Kürzel ISC steht für In-Service-Conformity-Tests. Das heißt: Der Fahrzeughersteller muss anhand von Stichproben nachweisen, dass auch bereits im Betrieb befindliche Pkw die gesetzlichen Vorgaben einhalten.

Der Zusatz FCM markiert eine weitere Vorschrift: Pkw mit Euro 6d müssen mit einem Fuel Consumption Monitoring System (FCM) ausgestattet sein, das den realen Kraftstoff-/Energieverbrauch über den gesamten Fahrbetrieb im Pkw speichert. Über die Diagnose-Schnittstelle können diese Werte ausgelesen und bewertet werden.

Mit dem Auslesen dieser Daten lässt sich die Abweichung zwischen dem Typzulassungswert und dem realen Verbrauch überprüfen. So kann die Lücke zwischen Prüfstandsmessung und Realemissionen noch weiter reduziert werden – und der Verbraucher erhält noch realistischere Verbrauchsangaben. Die neuen Vorschriften dienen also nicht zur Überwachung der Autofahrer, sondern überprüfen die Angaben der Fahrzeughersteller.

Was taugt ein Abgasgrenzwert, der nur unter Laborbedingungen eingehalten werden muss? Nicht viel, wenn die realen Emissionen auf der Straße um ein Vielfaches höher ausfallen als auf dem Prüfstand – und das war in der Vergangenheit üblich.

Doch mit der aktuellen Abgasnorm Euro 6d, die in verschiedenen Evolutionsstufen eingeführt wurde, hat sich das geändert: Die Abgasreinigungssysteme der Fahrzeuge werden bei zusätzlichen Straßenfahrten, sogenannten RDE-Tests ("Real Drive Emissions"-Tests), unter realen Umweltbedingungen geprüft. Dabei misst das Portable Emission Measuring System (PEMS) den Schadstoffausstoß, erfasst aber auch gleichzeitig die zugehörigen Parameter des Fahrzeugs und der Umgebungsbedingungen.

Welche Plakette bei Euro 6 Benziner?

Inmitten von Diskussionen über Diesel-Fahrverbote, blaue Plaketten und Abgasnormen ist es nicht gerade verwunderlich, dass der eine oder andere Autofahrer irgendwann den Überblick verliert. In diesem Ratgeber informieren wir Sie daher darüber, welche Plakette Ihr Fahrzeug bei welcher Abgasnorm bekommt und ob so etwas wie eine Euro-6-Plakette überhaupt existiert.

Existiert eine Euro-6-Plakette?

Ist Euro 6 gut oder schlecht?

Text

Die Abgasnorm Euro 6: Seit Anfang September 2015 ist sie bei der Erstzulassung eines Autos verpflichtend. Sie hat die Euro-5-Regelung abgelöst und damit noch strengere Emissionsgrenzwerte für Pkw festgelegt. Die Einhaltung dieser Normen wird im Rahmen der Abgasuntersuchung geprüft. Kalifornien gilt übrigens als Wiege der Abgasnormen für Autos. Dort gelten schon seit den 1960er-Jahren Emissionsgrenzwerte für Automobile. Einheitliche Abgasvorschriften sind bei uns in Europa allerdings erst 1970 eingeführt worden, eine einheitliche Euro-Abgasnorm sogar erst 1991. Seitdem wurden die Richtlinien stufenweise verschärft. Also Augen auf beim Autokauf: Aktuell gibt es die Schadstoffklassen Euro 6 bis Euro 1 für Pkw, die sich nach dem Schadstoffausstoß der einzelnen Fahrzeuge richten.

Text

Saubere Sache: Seit dem 1. September 2015 gilt die neue Schadstoffklasse Euro 6. Sie ist für alle neu zugelassenen Wagen verpflichtend. Generell ist es so, dass Fahrzeuge auf Basis ihrer Abgasemissionen (Kohlenstoffmonoxid, Stickstoffoxid, Kohlenwasserstoff und Rußpartikel) in verschiedene Schadstoffklassen eingestuft werden. Daran orientiert sich wiederum die Höhe der Kfz-Steuer für Autos mit Benzin- und Dieselmotoren. Der jeweilige Steuersatz gilt pro angefangenen 100 Kubikzentimetern Hubraum. Wer heute ein Auto kauft, muss sich also ganz klar fragen: Welche Schadstoffklasse ist dem Wagen zugeteilt, und wie stark belastet sie Umwelt und meinen Geldbeutel?

Text

Was kostet ein Euro 6 Benziner Steuer?

Bei Fahrzeugen, die nach dem 1. Januar 2021 erstmals zugelassen sind, wird der CO₂-Ausstoß gestaffelt berechnet.

Beispiel-Rechnungen:

Sie zahlen 2 Euro (Benzinmotor) beziehungsweise 9,50 Euro (Dieselmotor) pro angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum (ccm).

Dazu kommt der Schadstoffausstoß Ihres Autos.

Hat Benziner noch Zukunft?

12.04.2023—

Das Verbrenner-Verbot in Europa kommt, ab 2035 werden keine neuen Diesel und Benziner mehr zugelassen. Aber Neuwagen mit Verbrennungsmotor dürfen dann E-Fuels tanken. So geht's weiter!

Wie lange kann ich meinen Benziner noch fahren?

Die wichtigste Entscheidung: In der EU dürfen ab 2035 keine Neuwagen mehr verkauft werden, die mit Benzin oder Diesel fahren. Die EU-Staaten beschlossen am Dienstag endgültig ein weitgehendes Aus für neue Autos mit Verbrennungsmotor, nachdem die Entscheidung von Deutschland wochenlang blockiert worden war. Die Bundesregierung setzte durch, dass die Kommission die Planung präzisieren muss, wie es auch nach 2035 noch möglich sein soll, ausschließlich mit E-Fuels, also synthetischen und mit erneuerbarer Energie hergestellten Kraftstoffen betankte Verbrenner-Autos neu zuzulassen.

Für diese Verbrenner soll eine neue Fahrzeugkategorie namens "e-fuels only" geschaffen und in die Flottengrenzwert-Regulierung einbezogen werden. Bis Herbst 2024 wollen die Beteiligten die dafür nötigen Schritte abgeschlossen haben.

Kriterien für die Zulassung neuer, ausschließlich mit CO₂-neutralen Kraftstoffen betriebener Fahrzeuge hatte die EU Kommission bereits in einem Schreiben an die Bundesregierung vorgeschlagen. Zu ihnen könnte eine Verpflichtung der Hersteller gehören, eine Art "Abschaltvorrichtung" in Neuwagen zu integrieren.

Das verabschiedete Gesetz zum Verbrenner-Aus verpflichtet die Autohersteller dazu, den gesamten CO₂-Ausstoß aller von ihnen innerhalb eines Jahres verkauften Pkw, also für die komplette Flotte, Schritt für Schritt zu senken. Bis 2030 soll der CO₂-Ausstoß neu zugelassener Pkw im Vergleich zu 2021 um 55 Prozent und bis 2035 auf null sinken.

Noch ist unklar, welche Folgen der Kompromiss zwischen EU und Bundesrepublik für dieses Flottenziel hat. Denn auch mit erneuerbaren Energien hergestellte E-Fuels verursachen bei der Verbrennung CO₂. Allerdings nur die Menge, die zu ihrer Herstellung notwendig war.

Deshalb gibt es noch Restzweifel, ob die Ausnahmen für E-Fuels wie von EU-Kommission und Deutschland verabredet umgesetzt werden können. So sollen die E-Fuel-Autos durch einen sogenannten delegierten Rechtsakt in das EU-Regelwerk aufgenommen werden. Dieser wird von der EU-Kommission erlassen, aber das EU-Parlament und die EU-Staaten können zwei Monate lang Einwände erheben.

Haben Benziner Umweltplakette?

  • Was ist die grüne Plakette?
  • Welche Umweltplaketten gibt es außer der grünen Plakette?
  • Welche Umweltzonen für grüne Plaketten gibt es?
  • Erhält mein Auto die grüne Plakette?
  • Wie bekomme ich eine grüne Plakette?
  • Wie viel kostet eine grüne Plakette?
  • Kann ich mein Auto umrüsten, um eine grüne Plakette zu erhalten?
  • Benötigen alle Fahrzeuge die grüne Plakette?
  • Fazit: Die grüne Plakette sorgt für uneingeschränkte Mobilität

Der Schutz unserer Umwelt rückt immer mehr in den Fokus des gesellschaftlichen Denkens. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass nicht nur deutschland-, sondern EU-weite Regelungen bestehen, um die Feinstaubbelastung in Ballungsräumen zu senken. Konkret bedeutet das, dass bei jedem Fahrzeug – egal ob Auto, Lkw oder Bus – eine gut sichtbare Umweltplakette an der Innenseite der Frontschutzscheibe anzubringen ist, im besten Fall die grüne. Überall dort, wo die Schadstoffbelastung einen bestimmten Wert überschreitet, dürfen Fahrzeuge, die keine grüne Plakette besitzen, nicht mehr einfahren. Gekennzeichnet ist der Beginn einer Umweltzone mit einem rechteckigen Schild, darunter beschreibt ein Zusatzzeichen näher, für welche Plaketten freie Fahrt gilt.

Ist Schadstoffklasse 6 gut?

Jedes Auto hat eine bestimmte Schadstoffklasse – je nachdem wie viele Schadstoffe dein Auto ausstößt. Zu den Schadstoffen gehören zum Beispiel Kohlenstoffmonoxid, Stickstoffoxid, Kohlenwasserstoff und Rußpartikel.

In der 1970 eingeführten EU-Abgasnorm oder auch Euro-Abgasnorm ist festgelegt,

  • wie viele Schadstoffe ein Fahrzeug ausstoßen darf und
  • welches Fahrzeug in welche Schadstoffklasse gehört.

Auto und andere Fahrzeuge dürfen in Zukunft immer weniger Schadstoffe ausstoßen. Deshalb werden immer neue Schadstoffklassen eingeführt, die für neu zugelassene Autos verpflichtend sind. Insgesamt gibt es derzeit 6 Schadstoffklassen. 

Grundsätzlich gilt: Je höher deine Schadstoffklasse, desto weniger Schadstoffe stößt es aus: 

  • Schadstoffklasse Euro 6, Einführungszeitpunkt neue Typen 2014/2017
  • Schadstoffklasse Euro 5, Einführungszeitpunkt neue Typen 2009/2011
  • Schadstoffklasse Euro 4, Einführungszeitpunkt neue Typen 2005
  • Schadstoffklasse Euro 3, Einführungszeitpunkt neue Typen 2000
  • Schadstoffklasse Euro 2, Einführungszeitpunkt neue Typen 1996
  • Schadstoffklasse Euro 1, Einführungszeitpunkt neue Typen 1992
  • Schadstoffklasse Euro 00: nicht schadstoffarme Autos

Welche Autos sind Euro 6?

Autoabgase enthalten Feinstaub und Stickstoffdioxid. Die Stoffe gefährden die Gesundheit und schaden der Umwelt. Jedes Fahrzeug stößt eine bestimmte Menge an Schadstoffen durch das Abgas aus. Das ist von Fahrzeugtyp und Alter abhängig.

Bei den Schadstoffen spricht man auch von der Abgasemission. Zu den Schadstoffen zählen unter anderem Kohlenstoffmonoxid, Stickstoffoxid, Kohlenwasserstoff und Rußpartikel. Je nachdem, wie viele Schadstoffe dein Auto ausstößt, wird es in eine der verschiedenen Schadstoffklassen eingestuft. Dadurch wird bestimmt, ob ein Auto schadstoffarm ist oder nicht.

In welche Schadstoffklasse welches Auto aufgrund seines Emissionswerts kommt, ist europaweit in der EU-Abgasnorm festgelegt.

Die EU-Abgasnorm legt sechs verschiedene Schadstoffklassen fest. Sie ordnen ein, wie schadstoffarm ein Auto ist.

Wird die Kfz-Steuer 2023 teurer?

Die Berechnung der Kfz-Steuer unterscheidet sich zunächst nach der Fahrzeugkategorie, zum Beispiel Pkw, Anhänger, Wohnmobile oder Nutzfahrzeuge. Je nach Fahrzeugart und Zulassungsdatum benötigen Sie andere Faktoren, um die Kfz-Steuer zu berechnen. Die Rechtsgrundlage für die Berechnung Kfz-Steuer liefert das Kraftfahrzeugsteuergesetz in § 9 KraftStG 2002.

Alle Kriterien zur Berechnung der Kfz-Steuer stehen in der Zulassungsbescheinigung Teil 1, die 2005 den Fahrzeugschein abgelöst hat:

  • Feld P.3: Kraftstoffart: Diesel, Ottomotor
  • Feld P.1: Hubraum in cm3
  • Feld B: Datum der Erstzulassung
  • Feld V.7: CO₂-Ausstoß in g/km
  • Feld F.1: Zulässiges Gesamtgewicht in kg
  • Ziffer 14: Schadstoffklasse bzw. Emissions-Schlüsselnummer (14.1)

Was passiert mit Tankstellen ab 2035?

Bozen – Geht es nach der Entscheidung, welche die EU-Staaten Ende März getroffen haben, dann sind die Tankstellen dem Tod geweiht. Ab 2035 dürfen nämlich keine Benzin- und Dieselautos mehr neu zugelassen werden. Es werden dann zwar noch eine ganze Weile die alten Benziner und Diesel verkehren und folglich auch betankt, aber wie lange sich das Treibstoffgeschäft lohnt, wenn die Fahrzeuge immer weni...

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